Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen
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Worum geht‘s?
Bei nachhaltigem Produktdesign geht es darum, ein Produkt oder auch eine Dienstleistung von Anfang an ressourcenschonend zu konzipieren bzw. zu erneuern. Besonders wichtig ist die Wahl der Materialien, die einerseits zu Ihrem Design passen sollen, die aber auch ressourcenschonend und emissionsarm hergestellt oder abgebaut werden sollten oder weil sie zum Beispiel wiederverwendet werden können. Entscheidend ist auch, dass ein Produkt während und nach dem Gebrauch nicht schädlich für Umwelt und Menschen ist. Nachhaltiges Design ist eine Best-Practice-Disziplin: Dabei fragen Sie sich stets, ob Sie die beste derzeit zur Verfügung stehende Option gewählt haben – oder ob es bessere gibt. Und das bezieht sich auf die gesamte Wertschöpfungskette: Vom Abbau der Ressourcen über die Produktion, die Transportwege und die Nutzungsphase bis hin zur Post-Use-Phase: Was passiert mit dem Gestalteten nach Gebrauchsende?
Was bringt es Ihrem Unternehmen?
- Sie reduzieren den CO2-Ausstoß Ihres Unternehmens
- Sie können mit nachhaltig produzierten Produkten/Services werben
- Sie können neue Zielgruppen erschließen, die ausschließlich nachhaltig produzierte Produkte/Services nachfragen
- Sie investieren in nachhaltiges und innovatives Produktdesign und ggf. sogar neue Geschäftsmodelle, z.B. durch Rücknahme und Wiederverwendung gebrauchter Produkte, Reparaturservices oder Sharing-Angebote zusätzlich zum Verkauf von Produkten
Zirkuläres Produktdesign – also welches nur mit regenerativen Materialien und Emmssionen auskommt – ist für zwei Drittel aller an Nachhaltigkeit interessierten Unternehmen eine der wichtigsten Stellschrauben für eine nachhaltigere Wirtschaft.
Aufwand
finanziell
- Investitionen in neues Produktdesign sowie in nachhaltigere Materialien und nachhaltigere Prozesse sind erforderlich, können aber langfristig Kosten senken und neue Einnahmen ermöglichen
zeitlich
- Analyse des aktuellen Produkts/Produktportfolios bzw. der Dienstleistung und der darin verwendeten Rohstoffe, Materialien und Prozesse
- Maßnahmen zur Optimierung: Recherche und Neuauswahl der Materialien, Recherche, Einkauf, ggf. Neudesign
- Beispielsweise Umstellung auf Ökostrom und weitere Energiesparmaßnahmen im Design- und Produktionsprozess
*Bitte beachten Sie, dass unsere Angaben zum Aufwand nur Schätzungen sind und stark variieren können, abhängig von verschiedenen Unternehmensparametern wie z.B. Größe, Branche, Ressourcenbedarf.
Gut zu wissen
- Kriterien, die Sie beim Vergleich von Materialien zur Nachhaltigkeit berücksichtigen sollten, können sein: Voller Lebenszyklus bzw. Zirkularität der Materialien/Produkte oder Cradle-to-Cradle-Analyse, Umwelteinflüsse, insbesondere das Potenzial hinsichtlich globaler Erwärmung, Trenntechniken, wie z. B. einfache Demontage, einfache Produktion und Lieferkette, einschließlich Governance, Rohstoffknappheit oder einfaches Recycling und Wiederverwendung in neuen Produkten sowie unabhängige Labels und Zertifizierungen zur Nachhaltigkeit
- Vermeiden Sie Fehlwahrnehmungen bei der Auswahl nachhaltiger Materialien: Nachhaltige Produkte müssen bspw. die gleichen Leistungsanforderungen erfüllen wie Standardprodukte
- Reduzieren geht über kompensieren: Prüfen Sie zusammen mit dem Partner, ob Sie Möglichkeiten haben, die Architektur, Struktur und Inhalte Ihrer Webseite so zu ändern, dass ein geringerer CO2-Ausstoß erfolgt, z.B. durch die Wahl eines grünen Rechenzentrums oder durch ressourcenschonendes Coding. Hilfestellungen beim Senken der CO2-Emissionen Ihrer Webseite kann auch ein Pluspunkt für die Partnerwahl sein
- Achten Sie bei der Auswahl des Partners auch darauf, dass er genau erklärt, wie die CO2-Berechnung erfolgt und dass genügend Informationen zu den Projekten, Zertifikaten und den genutzten Qualitätsstandards angeboten werden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schauen Sie, ob es Potenziale gibt, Gewicht und Größe Ihrer Produkte zu reduzieren, an welchen Stellen Recyclingware einsetzbar ist und wo die Produktion mit Ökostrom betrieben werden kann– auf diese Weise können Sie ordentlich CO2-Emissionen einsparen.
Betrachten Sie Bereiche wie modulares Design und einfache Demontage. Denken Sie auch daran, dass möglichst viele Materialien recycelbar sein sollten. Einige Materialien können am Ende ihrer Lebensdauer leicht gesammelt werden, andere nicht. Recycling und Wiederverwendung minimieren den Energieverbrauch, die Umweltverschmutzung und das Gesundheitsrisiko. Richtige Informationen und Umweltlabels sind hilfreich, z. B. Umweltproduktdeklarationen oder Recyclingcodes. Hier finden Sie auch weitere Erklärungen zur Analyse.
Wer hats schon gemacht?
„Unser Lebensstil ist schmutzig. Von der Ethik bis hin zu den Auswirkungen auf die Umwelt – die Art und Weise, wie Produkte hergestellt und weggeworfen werden, zerstört alles, was ihr im Weg steht. Wir haben uns seit dem ersten Tag geweigert das zu akzeptieren. Lange bevor Nachhaltigkeit ein Begriff war haben wir alles daran gesetzt mit unseren Produkten das System zu ändern.“
Martin Höfeler, Geschäftsführer Social Fashion Company GmbH, LINK

